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lebst du dein leben oder lebt dein leben dich?
die welt ist perfekt, und alles schwebt auf rosaroten wattewölkchen, wenn du verliebt bist. diesen zustand kennt jeder ,und wie gerne würden wir ihn konservieren und ewig andauern lassen...gott sei dank ist das nicht möglich. du lebst von dem auf und ab, von freude und leid, von lachen und trauer. das ausleben von licht und schatten gibt deinem leben intensive farben. oder verbringst du dein leben damit jeglichem schmerz aus dem weg zu gehen? wie sehr verbiegst du dich dafür?
die schönen außerordentlichen momente bleiben im gedächtnis, stille zufriedenheit schon nicht mehr,und wenn es einfach irgendwie läuft, rauscht das leben an dir vorüber. du nimmst nicht mehr wahr, alles ist gleich. bis auf den schmerz-vor dem hast du angst. in deinem geist entstehen bilder, die mit der realität wenig zu tun haben. rein prophylaktisch schaust du erst mal weg. wegschauen reicht nicht mehr, du fängst an dich zu betäuben: mit arbeit, mit alkohol, mit zigaretten, mit schnellem sex, mit hilfeleistungen.....
schmerzhafte ereignisse sind immer auch eine chance zu wachsen, sich selbst besser kennenzulernen, zu verändern. wer kommt schon freiwillig aus seiner komfortzone? das klingt toll, fühlt sich aber ziemlich bescheiden an, wenn du mittendrin steckst. wohin die reise geht entscheidest du selbst. du kannst dir leid tun, dich als opfer widriger umstände sehen oder du kannst dich fragen, welche botschaft in dem erlebten für dich liegt.
der unterschied beider sichtweisen ist mehr als akademisch. dadurch hast du die chance aus deiner opferrolle rauszukommen und dich endlich zu bewegen. opfer zu sein bedeutet abzuwarten, sich klein zu machen, sich zu verstecken, sich hilflos zu fühlen und die verantwortung abzugeben. bist du meister oder schüler, opfer oder täter in deinem leben?

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