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definieren sie künstler!
wenn ich in eine galerie gehe, gefallen mir die bilder, fotografien, skulpturen oder es passiert nichts in mir. ich versuche das alles in mich aufzunehmen an meinem inneren zensor vorbei. das gelingt meist, nicht immer. kreativität kannst du nicht erlernen, du mußt deine koditionierung verlernen. als kinder haben wir unbeschwert einfach gestaltet, gebastelt, gesungen...das ist vorbei. heute muß es schon ausserordentlich sein. kreativ sein rein aus freude am tun, wie bitte? wir stellen künstler auf ein podest, so dass wir uns sicher fühlen können. dabei fängt jeder ganz klein an. leider gestehen wir uns die zeit für fehler und umwege nicht zu. es soll bitte gleich beim ersten versuch alles perfekt sein.
wieso überhaupt perfekt. kunst lebt doch vom unfertigen, dass raum bietet für eigene assoziationen. deine ideen verändern sich in dem maße, wie du dich selbst veränderst. da ist nichts statisch. dein leben spiegelt sich wieder, in dem was du machst. wer hat festgelegt, das erfolgreiche kunst immer kommerziell sein muß?
wie nun am besten anfangen. zeit wieviel zeit bist du bereit zu opfern? ist es ein opfer für dich? wir hetzen alle durch unsere tage ohne luft zu holen. 24 stunden bis auf die letzte minute verplant. zeit für sich selbst kommt dabei zu kurz. egal ob es eine stunde oder ein tag ist, du brauchst raum für dich. auf knopfdruck funktioniert gar nichts. spiel spielen klingt für einen erwachsenen lächerlich und wird sofort abgetan. warum? spielen meint ausprobieren. irgendetwas tun, was sich gut anfühlt, einfach für die sache an sich ohne ziel. raum damit meine ich einen realen raum schaffen und auch mental raum kreieren, in dem unmögliches möglich werden darf. inspiration einladen. sich immer zur gleichen zeit hinsetzen und schreiben, das gleiche motiv aus allen möglichen und unmöglichen positionen fotografieren... nichts tun jede aktivität besteht aus anspannung und entspannung. wenn scheinbar nichts passiert, fallen hinter den kulissen die würfel. kreativität entsteht durch pausen. setz dich mal eine woche lang jeden tag für 15 minuten hin ohne irgend etwas zu tun, kein fernseher, keine musik, kein essen, kein gespräch. ist schwerer als es klingt. fehler probier mal richtig schlecht zu schreiben, malen, fototgrafieren..durch fehler lernst du. wenn alles glatt geht, folgt stillstand. natur gehörst du zu den menschen, die sich in geschlossen räumen wohler fühlen als im wald? weißt du wie blumen riechen, beobachtest du wie sich das gras im wind neigt, hörst die blätter rauschen...hingabe an den moment, sich fallen lassen und ganz plötzlich wieder auftauchen. wenn das fremd klingt, mußt du das unbedingt ausprobieren. lesen eigentlich meine ich eher nicht lesen. eine woche ohne lesen, erscheint vielen menschen unmöglich. ablenkung durch lesen verhindert eigene kreativität. fernsehen
was ich davon halte, findest du hier.
ego dein ego wird versuchen dir permanent einen streich zu spielen. da geht dies und jenes nicht, etwas anderes solltest du gar nicht erst anfangen, weil du sowieso zu schlecht bist, wenn es nicht von anfang an perfekt wird, kannst du es gleich lassen.
wenn dich das alles nicht abschreckt, fang gleich an dich auszuprobieren. vergisst du die zeit, gehts dir gut-dann machst du was richtig.

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