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aus grau wird bunt und wie das geht
ein plädoyer für die grautöne im leben. wenn du entscheidungen triffst, hast du da die schwarz-weiß brille auf der nase oder manchmal auch, die eher hässliche, graubrille?
ich war früher immer fürs absolute, ist ja auch viel spektakulärer. alles, was sich nicht in schwarz oder weiß einordnen ließ, hatte für mich keine bedeutung. das habe ich einfach nicht beachtet. wie langweilig sich nur schrittchen für schrittchen zu ändern. dann lieber mit einem großen schritt alles auf den kopf stellen und grandios scheitern. was mir da entgangen ist-das hab ich erst viel später begriffen. in wirklichkeit gibt es wenig absolutes.
nachdem ich oft genug auf die nase gefallen bin, dämmerte mir, dass es vielleicht die zwischentöne sein könnten, die das leben ausmachen.
schwarz-weiß-menschen sind meiner erfahrung nach eher ängstlich, brauchen die klaren grenzen des absoluten und verbauen sich damit selbst die sicht. schwarz und weiß heißt für mich nur den einen vermeintlich richtigen weg zu gehen...ein verlassen des weges ist nicht erlaubt.
schwierig zu definieren, wie ich das meine. ich bin ein mensch, der immer alles will, alles ausprobieren, alles erleben, grenzen austesten. dabei gibt es mindestens hundert verschiedene wege ans ziel zu kommen. es dauert länger, ich mache tausend notwendige fehler. am ende bin ich schlauer, glücklich und zufriden. du auch?

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