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ankommen, eine illusion?
ich konnte mir nie vorstellen, dass ich irgendwann mal ankommen wollte. immer auf der flucht oder suche-wonach, das wusste ich selbst nicht. da war diese unbestimmte unruhe, die mich weitergetrieben hat. heute kenne ich die mechanismen besser und weiss, wann es an der zeit ist, weiter zu ziehen.
endgültig ankommen und dort verharren, für viele menschen ein ideal, führt letzten endes zu stillstand und tod. das heisst ja auch, dass keine veränderung mehr stattfindet. ich denke, es gibt ständig neue situationen, menschen, orte an denen du dich wohl fühlen kannst. und dann ist entwicklung angesagt. manchmal macht dein umfeld gleichsinnig mit dir diese entwicklung mit. manchmal mußt du alleine weiterlaufen und sehen, was dich als nächstes erwartet.
ich meine nicht das ruhelose umherziehen ohne ziel im sinne von wegrennen. du hast doch sicher erlebt, dass du eine beziehung aufrecht erhältst, die längst tot ist, dass du auf einer arbeitstelle bleibst, obwohl deine träume andere sind, dass du in einer wohnung lebst, die vor jahren mal als übergangslösung gedacht war....
sicherheit über alles. der freie fall macht dir angst. schließlich hängt noch eine familie dran. na und-meinst du denen gehts gut, wenn du dich zu diesem leben zwingst. alles ausreden, welche benutzt du vor dir selbst??? bequemlichkeit, die gewinnst du. wolltest du nicht mehr?


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